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Kunst in der Nische 

dialect communication

Keiner konnte, und ich habe mich gerne geopfert. Ich ahnte ja nicht, dass sich mein Medienauftritt für die Venloer Stichting De Nis als vermintes Terrain entpuppen sollte. Wie ich glaubte, bestens vorbereitet auf Fragen mit inhaltlichem Bezug, sah ich mich unversehens in der Defensive. Denn die Kunstpräsentationen in der Nische des historischen 'Stadhuis' im Herzen der Maasstadt sind in Bevölkerung und Politik höchst umstritten. So feuerte Reporterin Yvie Schreurs auch umgehend ihre kritischen Salven auf den ahnungslosen ab und ließ nicht locker: "Maar wat als de mensen het gewoon niet leuk vinden?"

Wie umstritten die Kunstpräsentationen von De Nis angeblich sind, das sollten die Kommentare zufälliger Passanten dokumentieren. "Verschrikkelijk", "Te duur", "Niet passend" lauteten die Urteile. Irgendwer soll sich sogar in einem Forum darüber erregt haben, dass 'ene pruus' der Presse zu Wort gestanden hat, 'en genne Venlonaer'. Dass der Tenor der Sendung verdächtig nach Geert Wilders' PVV klingt, war übrigens nicht nur mir aufgefallen. Immerhin hieß es nachher, es wäre ja garnicht sooo schlecht gelaufen und ich sei ja gotteseidank fotogen. Danke.

Wer immer sich über die engagierte Arbeit von Stichtig De Nis öffentlich aufregen möchte, der/ die hat dazu die Chance am Donnerstag 11. März 2010 ab 18.30h. Dann moderiert der Autor dieser Zeilen im Parterre des Renaissancegebäudes ein möglicherweise turbulentes Künstlergespräch mit Martijn Engelbregt, dem Urheber der inkriminierten Neoninstallation 'ZIJ MET ONS'.

Seine oft recht subversiven und manchmal ziemlich verblüffenden Social-Art-Projekte stellt Martijn Engelbregt im Web vor: www.egbg.nl